Kindererzieherin HF

Die Aufgaben von Kindererzieherinnen und Kindererzieher Höhere Fachschule stellen hohe Ansprüche an ihre Beziehungs-, Belastungs- und Reflexionsfähigkeit. Die Fragen von Abgrenzung und Einflussnahme, das Spannungsfeld von Erziehung und Autonomie der Kinder und die Position der Betreuung zwischen Familie und öffentlichen Institutionen erfordern von ihnen eine ständige Auseinandersetzung mit ihrem Umfeld, ihrer Rolle, ihrer Funktion und ihren Aufgaben. Sie tragen Verantwortung und verfügen über gute Reflexionsfähigkeit.


Kindererziehende HF brauchen ein fundiertes Fachwissen und (sozial)pädagogische Handlungskompetenzen. Für die tägliche Arbeit sind auch administrative, organisatorische und planerische Fähigkeiten wichtig.

 

Neues HF-Ausbildungskonzept an der BFF Bern

Die BFF Bern bietet die Bildungsgänge Sozialpädagogik HF und Kindererziehug HF ab August 2015 mit einem neuen Ausbildungskonzept an. Dank der Aufteilung in ein (für alle Bildungsgänge identisches) Grund- und (je nach Bildungsgang spezifisches) Aufbaustudium kann nach erfolgreichem Abschluss der HF Sozialpädagogik oder Kindererziehung ein verkürztes Aufbaustudium des anderen Bildungsganges absolviert und so ein "Zweitdiplom" erreicht werden.


Die BFF Bern bietet folgende Studienmöglichkeiten für an:


3-jähriger Vollzeitstudiengang

Der schulische Unterricht konzentriert sich auf das 1. und 3. Studienjahr. Im 2. Jahr wird ein Praxisjahr in einer Ausbildungsinstitution absolviert. Angesprochen sind Personen ohne einschlägiges eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ), beispielsweise Um- bzw. Quereinsteigende sowie Personen mit Matur-, Han-delsmittelschul- oder Fachmittelschulabschluss. Umfang: 5400 Lernstunden.


*Als einschlägige Berufslehre gilt der Abschluss als Fachfrau/Fachmann Betreuung FaBe oder eine gleichwertige Vorbildung.


Praxisbegleitender Studiengang

Der praxisbegleitende Studiengang für Personen mit EFZ Fachfrau/Fachmann Betreuung FaBe dauert drei Jahre und beinhaltet parallel zum Unterricht eine Arbeitstätigkeit in der familien- oder schulergänzenden Kindererziehung, welche in der Regel 70% bis 80%, jedoch mindestens 50 % umfasst. Der Verdienst richtet sich nach den Vereinbarungen mit der Ausbildungsinstitution. Der Unterricht umfasst rund 1300 dozentengestützte Lektionen inkl. 10 Halbtage Gruppensupervision. Hinzu kommen ca. 600 Stunden für das Selbststudium sowie der Zeitaufwand für die Konzeptarbeit und die Diplomprüfung. In jedem Studienjahr finden neben einem wöchentlichen Schultag drei bis sechs Studienwochen sowie eine Anzahl zusätzlicher Einzeltage statt.


Voraussetzungen

Voraussetzungen für einen Studienbeginn sind der Abschluss einer mindestens dreijährigen Berufslehre oder der Abschluss einer EDK-anerkannten Mittelschule (gymnasiale Maturität, Handelsmittelschule, Fachmittelschule). Wer nur über einen Mittelschulabschluss verfügt, muss mindestens ein Jahr allgemeine Berufstätigkeit nachweisen. Zudem ist das Bestehen eines Aufnahmeverfahrens und die Absolvierung eines Vorpraktikums im Umfang von mindestens 800 Arbeitsstunden* mit dazugehöriger Ausbildungsempfehlung der Vorpraktikumsinstitution erforderlich.


*die meisten Vorpraktika werden als 100%-Jahrespraktika angeboten (Vorpraktika und Ausbildungsbetriebe werden nicht durch die BFF vermittelt; interessierten Personen wird empfohlen, sich direkt bei möglichen Einrichtungen zu bewerben; es gelten die generellen Bestimmungen, die auf der Website der BFF www.bffbern.ch einsehbar sind)