FaBest Final 2018

14 FinalistInnen aus fünf Regionen der Deutschschweiz haben am ersten überregionalen Final der Berufsmeisterschaften Fa-Best teilgenommen. Die drei Podestplätze gingen nach Bern, Zürich und Aargau. Der anspruchsvolle Wettkampf fand im Beisein von über 200 Beteiligten, Gästen und Interessierten statt. Mit herausfordernden und alltagsnahen Aufgabenstellungen ist ein spanneder Wettbewerb durchgeführt worden. Dem Publikum ist ein authentisches und vielfältiges Bild des Berufes Fachfrau/-mann Betreuung präsentiert worden. Vielen war vorher nicht bewusst, wie breit und anspruchsvoll dieser Beruf ist.

Von links nach rechts, hintere Reihe: Saša Atelšek, Anja-Maja Gretler, Martijn Deriks, Delia Suter, Anna Poschung, Karin von Burg; Mitte: Joana Laube, Marion Zimmermann, Stefanie Thalmann, Cathrine Spindler; vordere Reihe: Sharon Woop, Jana Friebe, Tamara Metzger (Nicht auf dem Bild: Joelle Herzog)

Im Bildungszentrum der OdA Soziales Zürich war der Wettbewerb in Form eines Postenlaufs aufgebaut. An jedem Posten musste eine Aufgabe gelöst werden. Den Betreuungsprofis wurden bewusst anspruchsvolle und alltagsnahe Aufgaben gestellt, die sie vor dem interessierten Publikum mit grosser Professionalität und Leidenschaft lösten. Das Publikum konnte frei zirkulieren und das Geschehen beobachten. Die FinalistInnen haben sich letztes Jahr in den regionalen Meisterschaften durchgesetzt und gehören zu den besten ihres Berufs. Dementsprechend spannend war die Kür um die begehrten Podestplätze.

Als erstes mussten Handlungsmöglichkeiten in vorgegebene Situationen ausgearbeitet und erklärt werden. Ferner waren konkrete Angebote zur Förderung der Selbstbestimmung der betreuten Personen auszuarbeiten. In Rollenspielen sind Strategien zur Alltagsgestaltung und Konfliktlösungen durchgespielt worden. Bei allen Aufgaben mussten die Teilnehmenden zu den praktischen Lösungen auch ihr Vorgehen reflektieren und fachlich begründen. Das ungewohnte Setting und die Öffentlichkeit bildeten dabei zusätzliche Herausforderungen. Am Ende des Finals stand Teamarbeit im Vordergrund. Es galt, gemeinsam einen Weg auszuknobeln, um einen Holzklotz möglichst weit vorne zu platzieren, ohne eine Linie zu überschreiten. Bei dieser Aufgabe überboten sich die Gruppen mit akrobatischen Einlagen.

vorne Saša Atelšek, hinten links Stefanie Thalmann, hinten Mitte Tamara Metzger und hinten rechts Joelle Herzog
vorne Martijn Deriks, ganz hinten Anja-Maja Gretler, Mitte Delia Suter und kniend Sharon Woop

Alle FinalistInnen haben die Aufgaben mit Bravour gelöst und dem Publikum auf höchstem Niveau Einblick in ihren Beruf gewährt. Unterschiedlich waren die Herangehensweisen und die Lösungsansätze. Die Beurteilungen waren dementsprechend knifflig, sind aber transparent und nachvollziehbar erfolgt. Die Aufgabenstellungen basieren auf der Bildungsverordnung, so dass die Messbarkeit und faire Bewertungen gewährleistet sind.

Es war ein spanneder und lehrreicher Nachmittag für alle. «Wir waren miteinander da, wir haben miteinander gekämpft und wir haben miteinander gewonnen. Ich bin sehr glücklich.» So das Fazit einer der Finalistinnen.

Strahlende Gewinnerin ist Karin von Burg aus Bern. «Wir haben einfach alle versucht, die Aufgaben bestmöglich zu lösen. Es ist für mich sehr überraschend, dass ich gewonnen habe. Ich konnte den Leuten zeigen, wie wichtig unser Beruf ist. Das macht mich stolz.»

Die Berufsmeisterschaften zeigen auf lebendige und spannende Art die Vielfalt und Breite der Sozialen Berufe und helfen die zum Teil antiquierte Vorstellungen richtigzustellen. Alle Teilnehmenden waren sich einig in der Hoffnung, dass ihr Beruf durch den Final einen Platz an der Swiss Skills bekommt und dadurch noch bekannter wird.

vorne v.l.n.r.: Saša Atelšek, Anja-Maja Gretler, Anna Poschung, Joelle Herzog, Tamara Metzger, Stefanie Thalmann, Delia Suter Region, Cathrine Spindler, Sharon Woop, Marion Zimmermann
hinten v.l.n.r.: Jana Friebe Rang 2, Siegerin Karin von Burg Rang 1, Joana Laube Rang 3 und Martijn Deriks
Beat Zobrist (Geschäftsleiter OdA Soziales Kanton Bern) und Karin von Burg

Die FinalistInnen

Rang 1: Karin von Burg, Kita Gwundernase, Hirslanden

Rang 2: Jana Friebe, Alterswohnheim am Wildbach, Wetzikon

Rang 3: Joana Laube, KSB Kita BaSpi, Baden-Dättwil

Saša Atelšek, Familie Vetterli-Kindler, Kilchberg ZH

Martijn Deriks, Landscheide Schönengrund, Ostschweiz

Anja-Maja Gretler, Playground education, Zürich

Joelle Herzog, PTA -Wohnheim La Neuveville, La Neuveville

Tamara Metzger, Spitex Chur, Chur

Anna Poschung, Kita Butzus, Bolligen

Cathrine Spindler, Stiftung azb, Strengelbach

Delia Suter, Klinik Barmelweid, Barmelweid

Stefanie Thalmann, Kita Maluum, Luzern

Sharon Woop, Alters- und Pflegeheim Bruggwiesen, Zürich

Marion Zimmermann, KibiZ Stampfi, Zug