Rechtliche Grundlagen

Bildungsbewilligung

Jeder Betrieb, der Fachleute Betreuung ausbilden will, benötigt eine Bildungsbewilligung. Der Betrieb stellt ein Gesuch für eine Bildungsbewilligung bei der Abteilung Betriebliche Bildung (ABB) des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes MBA. Eine Fachperson der ABB prüft vor Ort, ob die fachlichen wie betrieblichen Voraussetzungen geben sind. Anschliessend entscheidet die ABB über die Erteilung der Bildungsbewilligung.

Ausbildungsverbund

Fachpersonen Betreuung sind GeneralistInnen in ihrer Fachrichtung. Ausgebildete FaBe Kin arbeiten mit Kindern von 0-16 Jahren, FaBe MmB arbeiten mit Menschen in verschiedenen Altersphasen und mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Deshalb ist es sinnvoll und förderlich, den Lernenden während der Lehre einen Praxiseinsatz in einem anderen Betrieb zu ermöglichen, wo sie andere Seiten des Berufes kennen lernen.

Personelle Voraussetzungen

Wer eine Fachperson Betreuung ausbilden möchte, braucht eine berufsbildende Person, welche im Betrieb tätig ist. Zu den Mindestanforderungen an Berufsbildende gibt es Empfehlungen von Savoirsocial, an welche die kantonalen Richtlinien angelehnt sind.

Arbeitsrechtliche Grundlagen

Seit dem 1. Januar 2008 gilt die neue Jugendarbeitsschutzverordnung (Verordnung 5 zum Arbeitsgesetz). Dort sind besondere Vorschriften für Jugendliche in der Ausbildung festgehalten. Nach dem vollendeten 18. Lebensjahr gilt für alle Arbeitnehmenden das Arbeitsrecht. Das Merkblatt des SDBB (Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung) fasst alle aktuellen arbeitsgesetzlichen Vorschriften, die ein Lehrbetrieb kennen muss, zusammen und schafft Übersicht.

Ferien und Freikurse

Bis zum vollendeten 20. Lebensjahr haben Lernende mindestens fünf Wochen Ferien im Jahr. An maximal einem halben Tag pro Woche dürfen sie neben dem obligatorischen Unterricht Stütz- und Freikurse besuchen.

Höchstzahl der Lernenden

Die Höchstzahl der Lernenden ist in der Bildungsverordung Art. 11 vorgegeben.