Lehrstellen

Antworten auf die meistgestellten Fragen zur Lehrstellensuche:

Wie finde ich eine Lehrstelle als Fachperson Betreuung?

Auf www.erz.be.ch/lena sind offene Lehrstellen ausgeschrieben. Ausserdem empfiehlt sich die so genannte Blindbewerbung bei geeigneten Institutionen im Bereich der Behinderten- und Kinderbetreuung. Adressen von Institutionen, die Menschen mit einer Behinderung betreuen, findest du auf www.socialbern.ch unter Mitglieder > Verzeichnisse. Auch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern bietet eine Adresssammlung im Sozialbereich auf www.gef.be.ch online an. Hier findest du Adressen aus dem Kinder- und Behindertenbereich. Schnupperlehren sind ein gutes Mittel, den Beruf und den potenziellen Lehrbetrieb kennen zu lernen. Der Arbeitgeber stellt lieber jemanden ein, den er schon ein paar Tage im Betrieb erlebt hat.

Ich bin in der 9. Klasse, möchte FaBe werden und habe noch keine Lehrstelle gefunden.

Dies ist kein Grund, auf den Wunschberuf zu verzichten.
Hast du noch Lücken im Schulstoff? Bist du noch sehr jung? Fehlt dir die praktische Erfahrung? In einem 10. Schuljahr kannst du die schulischen Lücken schliessen. Ein Au pair Jahr ist eine gute Möglichkeit, selbständiger zu werden. Gleichzeitig kannst du erste Praxis im Betreuen sammeln und vielleicht eine Fremdsprache gut lernen.

Soll ich ein Praktikum machen?

Laut Berufsbildungsgesetz muss eine berufliche Grundbildung im Anschluss an die obligatorische Schulzeit absolviert werden können. Ein Praktikum darf also keine Vorbedingung für eine berufliche Grundbildung im Sozialbereich sein. Empfehlenswert ist in jedem Fall ein Schnupperpraktikum von einigen Tagen, das dir einen Einblick ins Berufsfeld erlaubt. Ein längeres Praktikum macht eventuell dann Sinn, wenn du selber in Bezug auf deine Berufswahl unschlüssig bist. Auf jeden Fall solltest du dich im betreffenden Betrieb erkundigen, ob anschliessend auch Ausbildungsplätze angeboten werden, für die du dich bewerben könntest.

Wer meldet mich an der Berufsfachschule an?

Der schulische Unterricht der FaBe-Lernenden findet an der BFF Bern statt. Sobald ein Lehrverhältnis zustande kommt, sendet der Lehrbetrieb den unterzeichneten Lehrvertrag an die Erziehungsdirektion des Kantons Bern. Sie wird ihn genehmigen und die Berufsfachschule über das Lehrverhältnis informieren. Die Berufsschule wird mit ihren zukünftigen Schülern und Schülerinnen sowie deren Lehrbetrieben direkt den Kontakt aufnehmen.

Welches schulische Niveau muss ich mitbringen?

Grundsätzlich reichen die neun obligatorischen Schuljahre als Zulassung zur Berufsfachschule. Ganz wichtig ist eine gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit in der deutschen Sprache. Wer also die obligatorische Schulzeit vollendet und einen Lehrvertrag unterzeichnet hat, besucht automatisch die Berufsfachschule. Wer allerdings grosse schulische Lücken hat, sollte diese füllen, um die Lehrabschlussprüfung zu bestehen. Während der Ausbildung empfiehlt es sich in diesem Fall, die Stützkurse zu absolvieren, die die BFF anbietet. Eine gute Möglichkeit für Jugendliche mit Nachholbedarf im schulischen Bereich ist das Berufsvorbereitende Schuljahr (BVS), welches an verschiedenen Standorten vom Kanton Bern angeboten wird. Für die Grundbildung FaBe empfehlen wir die Berufsvorbereitung mit Schwerpunkt Allgemeinbildung (BSA).

Erwachsenen ohne anerkannten Berufsabschluss empfehlen wir, das Modul des allgemein bildenden Unterrichts an der BFF Bern vor Beginn der eigentlichen Ausbildung zu besuchen.